Der Verein

Geschichte der Spielvereinigung Langerringen e.V.

Die SpVgg Langerringen wurde am 26.April 1947 als reiner Fußballklub gegründet. Bei der Gründungsversammlung waren 69 Mitglieder anwesend.

Die folgenden Jahre waren geprägt vom unermüdlichen Versuch der Vorstandschaft und der Mitglieder, den Verein in den Wirren und Schwierigkeiten der Nachkriegsjahre am Leben zu erhalten. Die SpVgg wuchs stetig.

Die ersten sportlichen Erfolge wurden Anfang der fünfziger Jahre erzielt, als mit 39:1 Punkten und 97: 29 Toren in die B-Klasse aufgestiegen wurde. Bereits ein Jahr später gelang der Durchmarsch in die A-Klasse. Auch im Pokal wurden zu dieser Zeit unter Spielertrainer Arthur Seitz großartige Spiele gezeigt. Erst der Bayernligist FC Memmingen war mit 0:2 damals Endstation.

In der Folgezeit wurde überwiegend in der B-Klasse gespielt. In den achtziger Jahren erwarb sich die Mannschaft den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft, als binnen zehn Jahren viermal in die A-Klasse aufgestiegen und prompt wieder abgestiegen wurde.

1990 kam dann der tiefe Fall, als von der A-Klasse in einem Jahr der „Durchmarsch“ in die C-Klasse geschafft wurde. Erstmals seit der Gründerzeit mussten wir wieder in der untersten Klasse spielen.

Erst 1999, genau richtig zur Einweihung unserer neuen Sportanlage, wurde der Aufstieg in die
Kreisklasse Augsburg geschafft. Leider folgte der prompte Abstieg. Der erneute Aufstieg ließ zum Glück nicht allzu lange auf sich warten. Im Jahr 2002 wurde die Meisterschaft und der Aufstieg in die Kreisklasse Augsburg-Süd geschafft.

Bereits im Sommer 2004 wurde die SpVgg mit einem rekordverdächtigen Vorsprung und nur einer Saisonniederlage Meister und stieg in die Kreisliga Augsburg auf und im nächsten Jahr wieder ab.
Seither wurde mit kurzer Unterbrechung bis in die Gegenwart überwiegend in der Kreisklasse Augsburg-Süd gespielt.

Auf Grund der demographischen Entwicklung mit immer geburtenschwächeren Jahrgängen kommen mittlerweile auch immer weniger Kinder und Jugendliche in den Verein. Zudem ist das mediale Angebot mittlerweile sehr vielfältig geworden, so dass es zunehmend schwieriger wird, genügend Nachwuchs für die Fußballmannschaften in vielen Vereinen zu rekrutieren. Aus diesem Grund wurde bereits im Jahr 2011 gemeinsam von der Spielvereinigung, dem ASV Hiltenfingen und dem SV Schwabegg eine Juniorenfördergemeinschaft (JFG) geründet. In diesem eigenständigen Verein finden die Jahrgänge von der D- bis zur A-Jugend eine gemeinsame Heimat. Als Name wurde JFG Singoldtal ausgewählt. Seit 2014 ist als vierter Stammverein der TSV Ettringen der JFG eigetreten. Die in der JFG Singoldtal aktiven Mannschaften spielen überwiegend in der Jugend-Kreisliga oder Jugend-Kreisklasse.

Abteilungen

Mitte der siebziger Jahre vollzog sich im Verein ein grundlegender Wandel. Mit Fertigstellung der Schulturnhalle wurde eine Gymnastikabteilung ins Leben gerufen und erstmals wurden in diesem Zusammenhang auch Frauen Mitglieder in der SpVgg.

Aus dem reinen Fußballklub wurde ein Mehrspartenverein.

Alsbald gliederte sich eine Tischtennisabteilung und, man höre und staune, sogar eine Reitabteilung der SpVgg an, die seit 2001 einen eigenen Reitplatz hinter dem Bauhof an der Hiltenfinger Straße besitzt. Aus dieser Abteilung entspringen dank guter Jugendarbeit
regelmäßig erfolgreiche Reiter, die u.a. schon Bayerische Meister-Titel erreichten.

Anfang der achtziger Jahre wurden mit großem Engagement der Mitglieder zwei Tennisplätze und ein Tennisheim errichtet und als fünfte Sparte die Tennisabteilung gegründet.

Im Jahr 2001 kam nach Fertigstellung der Kegelbahn noch eine Kegelabteilung dazu.

Sportplätze und Sportheim

Die Sportplätze in der Gemeinde wandelten sich auch im Laufe der Zeit.

Der erste Fußballplatz von 1947 lag in einer Kiesgrube weit außerhalb des Dorfes und musste aus verschiedenen Gründen bald wieder aufgegeben werden. Schon 1948 wurde an der Buchloer Straße vom Verein eine Wiese gepachtet, auf der bis 1974 Fußball gespielt und noch bis Mitte der 90er Jahre trainiert wurde.

Im Zusammenhang mit dem Bau der Schule und der Turnhalle wurde von der Gemeinde auch ein Rasenspielfeld angelegt, das ab 1974 auch von der SpVgg für seine Spiele genutzt wurde.

Ende der achtziger Jahre wurde im Zusammenhang mit der Schulhauserweiterung ein Raumprogramm für die Freisportflächen genehmigt. Die Gemeinde stellte den Bedarf an benötigten Sporteinrichtungen für die ortsansässigen Vereine fest und leitete die nötigen Planungen ein. Bis 1995 wurden verschiedene Entwürfe erstellt.

Nach der Erteilung der Genehmigungen und der Regelung der Finanzierung und der Zuschüsse wurde im Mai 1997 mit den Bauarbeiten für eine sehenswerte Sportanlage begonnen.

Herzstück des aus Schul- und Vereinssportanlagen bestehenden Geländes ist das Vereinsheim, in dem insgesamt drei örtliche Vereine eine Bleibe fanden. Neben dem Sportheim der SpVgg sind im Untergeschoss noch eine Schießanlage für Feuerwaffen des Schützenvereins Hubertus mit jeweils fünf 100 m – und 25 m – Bahnen sowie im Dachgeschoss ein Übungsraum für die örtliche Musikkapelle untergebracht.

Die Schießbahn ist unterhalb der Tribüne neben dem Hauptspielfeld integriert. Jeder der drei Vereine war für den Ausbau seines Bereichs verantwortlich. Die Schießanlage konnte nach einer Bauzeit von einem Jahr in Betrieb genommen werden.

Die Musiker eröffneten ihren Bereich im Juni 1999 und die SpVgg feierte im Juli 1999 die Einweihung der Rasenspielfelder und des Sportheims. Im April 2001 wurde mit der Einweihung der Kegelbahn der letzte große Bauabschnitt im Sportheim abgeschlossen. Insgesamt haben wir nun eine Sportanlage, die in weitem Umkreis ihres gleichen sucht. Von den Mitgliedern der SpVgg wurden bisher weit mehr als 16.000 Arbeitsstunden für den Ausbau des Sportheims, der Umkleiden, Duschen, Toiletten, Kegelbahn sowie für die Spielfelder und die Flutlichtanlage erbracht. Das gesamte Sportgelände wird von der SpVgg mit eigenen Maschinen und auf eigene Kosten gepflegt.

In den Jahren 2014 und 2015 wurde mit sehr viel Eigenleistung am Hauptspielfeld eine überdachte Sitztribüne erstellt, die in großem Umkreis ihres gleichen sucht und die unsere schöne Sportanlage nochmals aufwertet und komplettiert.

Mitgliederentwicklung

Inzwischen hat sich die Spielvereinigung zu einem stattlichen, mit Abstand größten und aktivsten Verein in der Gemeinde, entwickelt.
Gründung am 26.04.1947 (69 Mitglieder)
1950 (120 Mitglieder)
1960 (155 Mitglieder)
1970 (165 Mitglieder)
Gründung der Abteilung Gymnastik; erstmals auch Frauen - 1975 (340 Mitglieder)
1980 (480 Mitglieder)
1990 (600 Mitglieder)
2000 (980 Mitglieder)
2005 (1030 Mitglieder)
2010 (1040 Mitglieder)
2015 (980 Mitglieder)

Die Abteilungen im Einzelnen (Stand: 2015)

Fußball: 340 Mitglieder
Gymnastik: 540 Mitglieder
Reiten: 90 Mitglieder
Tischtennis: 60 Mitglieder
Tennis: 80 Mitglieder
Kegeln: 45 Mitglieder

Knapp 400 jugendliche Mitglieder sind unter 18 Jahren.

Vorstandschaft SpVgg Langerringen

Ansprechpartner unserer Abteilungen

Vereinssatzung

Die Satzung der SpVgg Langerringen kann hier eingesehen werden:
Satzung SpVgg Langerringen

Bisherige Vereinsvorstände

1947 – 1949: Sebastian Ellenrieder
1949 – 1972: Wilhelm Sperl
1972 – 1976: Josef Worlitschek
1976 – 1993: Franz Filser
seit 1993: Gallus Ringler